MdL Lohr: Brauchen doppelt so viele Schulsozialarbeiter

Die Schulsozialarbeit muss an allen Schulen vom Land unterstützt werden – auch an Grundschulen und Gymnasien. Davon ist die Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr (CDU) überzeugt. Eine Große Anfrage der CDU-Landtagsfraktion zeigt nun, dass nur rund 500 Vollzeit-Äquivalente an Schulsozialarbeitern für mehr als 500 000 Schülerinnen und Schüler in ganz Rheinland-Pfalz eingesetzt sind. Auch vor Ort in der Stadt Worms ist die Ausstattung für die Schulsozialarbeit demnach nicht ausreichend.



Dazu sagt Stephanie Lohr: „Das bedeutet, dass sich in Rheinland-Pfalz ein Sozialarbeiter an den Schulen um mehr als 1000 Schülerinnen und Schülern kümmern muss. Das ist zu wenig. Das Land muss sein finanzielles Engagement hochfahren und ausreichende Schulsozialarbeit ermöglichen. Solange Kommunen insgesamt finanziell nicht die notwendige Ausstattung erhalten, wird ein Stellenzuwachs schwierig. Die Zahl der Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter muss sich von aktuell 500 Stellen auf rund 1000 Stellen verdoppeln.“

In der Stadt Worms sind es aktuell 11,5 Schulsozialarbeiter, die insgesamt 11 688 Schülerinnen und Schüler betreuen. Auch hier vor Ort herrscht also dringender Handlungsbedarf, die Zahl an Sozialarbeitern deutlich zu erhöhen. Die SPD-geführte Landesregierung hat die Schulsozialarbeit jahrzehntelang vernachlässigt. Darunter leiden Schülerinnen und Schüler, weil man ihnen so Chancen und individuelle Förderung verwehrt.

Das Land fördert die Schulsozialarbeit in Rheinland-Pfalz systematisch nicht. Die bereitgestellten Mittel für die Schulsozialarbeit in Rheinland-Pfalz reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Dabei steigt der Bedarf an Schulsozialarbeit an. Gerade jetzt während der Pandemie verschärfen sich die Probleme. Ich mache mir große Sorgen, wenn ich höre, dass Kinder während des Home-Schoolings sich über Wochen bei den Lehrerinnen und Lehrern nicht melden und Aufgaben nicht machen“, so Lohr.

„Faktisch beteiligt sich das Land nur zu einem Drittel an der Schulsozialarbeit. Das Land verweist stets auf die Zuständigkeit der Kommunen. Die Kommunen im Land sind allerdings oftmals verschuldet, weil das Land sie nicht ausreichend finanziell ausstattet. Ihnen fehlt das Geld für die Schulsozialarbeit. Kindesentwicklung wird zur sozialen Frage und hängt von der Liquidität einer Kommune ab.“

Dazu stellt Stephanie Lohr weiter fest: „Auch bei uns in der Stadt Worms zahlt das Land nur insgesamt 35 Prozent der Gesamtkosten für die Schulsozialarbeit. Unsere Kommunen vor Ort als Träger der Jugendhilfe zahlen 65 Prozent, freie Träger und weitere Beteiligte 0 Prozent. Die Große Anfrage zeigt hier deutlich, dass die SPD-geführte Landesregierung die Schulen nicht ausreichend mit Sozialarbeitern ausstattet.

Gute Schulsozialarbeit schafft mehr Chancengerechtigkeit. Sie begründet das Fundament für ein selbstbestimmtes Leben. Besonders in Corona-Zeiten ist Schulsozialarbeit notwendig, um die Kinder und Jugendlichen, die aus Elternhäusern kommen, die sich von sich aus nicht intensiv um Zugang und Versorgung im Unterricht kümmern können“, so die Wormser CDU-Abgeordnete abschließend.

(Foto: Kati Nowicki)

Kontakt

SO KÖNNEN SIE MICH ERREICHEN

NÄCHSTER TERMIN /

WANN /

WO /

© Stephanie Lohr MdL